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Rehagel. "Müssen Flagge zeigen" 13.04.2012
Zum Abschluss der englischen Woche reist Hertha BSC nach Leverkusen, um im Rahmen des 31. Spieltags der Bundesliga am Samstag (14.04., 15.30 Uhr) bei der Werkself in der BayArena anzutreten. Nach der kämpferisch starken Leistung gegen Gladbach (0:0) und der bitteren Niederlage gegen Freiburg (1:2), soll bei ebenfalls unter Druck stehenden Leverkusenern unbedingt gepunktet werden.
Denn Leverkusen zittert um die Teilnahme am internationalen Geschäft. Der Vize-Meister aus der vergangenen Saison ist mit einem klaren Ziel in die Saison gegangen: Champions League-Qualifikation. Doch mittlerweile ist sogar die Europa League in Gefahr. Leverkusen, aktuell Tabellen-Sechster, hat nur zwei Punkte Vorsprung auf die direkten Verfolger Bremen und Hannover. Sollten beide vorbeiziehen, findet die Euro League nächstes Jahr ohne die Werkself statt.
Hyypiä hat die Mannschaft stabilisiert
Endgültig abwärts ging es für die Leverkusener nach der 1:7-Klatsche gegen Barcelona in der Champions League. Es folgten vier Bundesliga-Niederlagen in Folge und die Entlassung von Trainer Robin Dutt. Die neuen Verantwortlichen Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski stabilisierten ihre Mannschaft zuletzt, holten gegen den HSV ein Remis (1:1) und schlugen Kaiserslautern mit 3:1. Auch gegen Hertha muss für Bayer ein Sieg her, um Platz sechs zu verteidigen.
Dabei wird Bayer am Samstag Renato Augusto fehlen, der sich eine Zerrung zuzog. Dafür wird höchstwahrscheinlich Michael Ortega zum Einsatz kommen. Der 21-Jährige wurde schon gegen Kaiserslautern für Augusto eingewechselt und würde gegen Hertha auf seinen fünften Bundesliga-Einsatz kommen. Außerdem fallen aus: Lars Bender, Sidney Sam und Daniel Schwaab.
Mannschaft mental aufrichten
Rund um die Blau-Weißen war die Enttäuschung groß nach dem vergebenen Big-Point durch die 1:2-Heimniederlage gegen Freiburg. "Wir hatten uns viel vorgenommen, aber so ein frühes Eigentor schockt natürlich alle", sagte Otto Rehhagel nach dem Spiel und sieht die Hauptaufgabe darin, die Jungs mental wieder aufzubauen: "Es spielen sich viele Dinge im Kopf ab, gerade wenn du unten stehst und weißt, du darfst keinen Fehler machen."
Daher sieht der Trainer in einer stabilen Anfangsphase den Grundstein für einen Erfolg - ähnlich wie gegen Gladbach. So soll es auch bei den Leverkusenern klappen. Auswärts scheint sich die Mannschaft etwas wohler zu fühlen und will deshalb auch beim Tabellen-Sechsten Punkte mitnehmen. Dabei muss erneut ein Führungsspieler ersetzt werden. Für den verletzten Roman Hubnik wird möglicherweise Peter Niemeyer in die Innenverteidigung rücken. Außerdem fehlt Patrick Ebert gelb-gesperrt.
"Kämpfen wie die Löwen"
Dass die Mannschaft trotz der Niederlage nicht aufgeben wird, ist klar. Denn die Ausgangslage hat sich zwar logischerweise nicht verbessert, aber eben auch nicht dramatisch verschlechtert. Weil auch Augsburg und Köln Niederlagen einsteckten, beträgt der Rückstand weiterhin zwei Punkte auf Rang 16 und drei Zähler auf den rettenden 15. Tabellenplatz. Auch deshalb richtet Rehhagel markige Worte an seine Jungs: "Es sind weiterhin alle Chancen offen, es ist wichtig, dass wir mit voller Leidenschaft dabei sind und kämpfen wie die Löwen. Ich verlange von jedem, dass er Flagge zeigt."
Flagge zeigen, das müssen in dieser brenzligen Situation alle Blau-Weißen. Denn jetzt liegt es umso mehr an den Fans, ihre Mannschaft weiterhin so überragend zu unterstützen und auch bei Rückschlägen ihrem Team Mut und Selbstvertrauen zu geben, damit es die wichtigen Punkte sammelt. Knapp 1.500 mitreisende Fans werden das in Leverkusen tun und stolz ihre blau-weißen Flaggen schwenken, um der Mannschaft den Rücken zu stärken. Und Levan Kobiashvili verspricht: "Wir werden alles geben!"
Informationen zum Spiel:
Gesamtbilanz: 39 Spiele, 9 Siege - 12 Unentschieden - 18 Niederlagen
Anstoß: Samstag, 14.04.2012, 15.30 Uhr
Stadion: BayArena, Leverkusen
Schiedsrichter: Michael Weiner
So könnte Hertha spielen: Kraft - Lell, Bastians, Niemeyer, Kobiashvili - Ottl, Perdedaj - Rukavytsya, Raffael, Ben-Hatira - Ramos
So könnte Leverkusen spielen: Leno - Castro, Friedrich, Toprak, Kadlec - Reinartz, Rolfes, Ortega, Ballack, Schürrle - Kießling
Gegen die Werkself möchte Hertha BSC unbedingt punkten, am liebsten mit einem Sieg und 3 Zählern.
© www.herthabsc.de








