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Hauptrunde endet mit Enttäuschung 23.02.2012

Die BERLIN RECYCLING Volleys sind mit ihrer Mission „Wiedergutmachung" gescheitert: Im vorgezogenen letzten Spiel der Normalrunde unterlagen die Hauptstädter am Mittwochabend in der Max-Schmeling-Halle vor 2.108 Zuschauern dem Moerser SC mit 1:3 (23:25, 19:25, 25:17, 24:26). Während Berlin trotz enttäuschender Vorstellung ab 10. März als Dritter in die meisterschaftsentscheidenden Play-offs startet, hat Moers nunmehr Rang vier vor Bühl sicher.

Berlins Volleyballteam Nr. 1 hatte das Prestigeduell gegen die „Adler" vom Niederrhein zu einer „Frage der Ehre" ausgerufen. Wegen der Niederlage im Hinspiel und wegen des Vorsatzes, unbedingt mit einem Sieg in die Play-offs gehen zu wollen.

Dieses Vorhaben führte zu einer hochkonzentrierten Startphase der Gastgeber. Mit zwei Änderungen in der Startformation gegenüber der jüngsten 2:3 Niederlage bei den Netzhoppers - Tomas Kmet für Ricardo Galandi auf Mittelblock und Björn Höhne für Urpo Sivula im Außenangriff - dominierten die Hausherren zunächst das Spiel und den Gegner. 8:4 und 18:11, der Satzgewinn schien lediglich eine Formsache. Doch dann brachte der Moerser Trainer Liu für den wenig erfolgreichen Diagonalangreifer Michael Olieman den Australier Steve Keir. Und der legte eine fulminante Aufschlagserie hin. Markierte vier direkte Punkte. Was die Berliner zunehmend verunsicherte. Plötzlich kippte das Spielgeschehen zugunsten des MSC, der gleich seinen ersten Satzball zum 25:23 verwandelte.

Das schien in den Köpfen der Lebedew-Schützlinge tiefe Spuren hinterlassen zu haben. Sie taten sich zu Beginn des zweiten Durchgangs schwer. Der Coach reagierte mit zwei Wechseln. Für Kawika Shoji kam auf der Spielmacherposition Kapitän Jaroslav Skach. Und US-Olympiasieger Scott Touzinsky wurde im Außenangriff durch den Kroaten Roko Sikiric ersetzt. Eine Maßnahme, die zunächst wenig veränderte. Denn Moers konnte sich erneut auf 16:11 absetzen. Berlin kämpfte sich zwar auf 15:17 heran, doch mit seiner aufmerksamen und engagierten Abwehr sowie erfolgreichen Angriffen von fast allen Positionen konnte der Tabellenvierte seine Führung verteidigen. Und so ging auch der zweite Satz mit 25:19 an die Gäste vom Niederrhein.

Ein 0:2-Auftakt wie drei Tage zuvor in Bestensee. Wie würden die BR Volleys reagieren? Zunächst mit dem Tausch auf der Diagonalen - Urpo Sivula ersetzte Aleksandar Spirovski - sowie der Rückkehr von Touzinsky. Über 8:6 und 16:13 erkämpften sich die Hauptstädter, offensichtlich nicht gewillt die Normalrunde mit einem Negativerlebnis zu beenden, dank eines klaren 25:17 den 1:2-Satzanschluss.

Im vierten Abschnitt schien die Aufholjagd zunächst eine erfolgreiche Fortsetzung zu finden. Über 8:5, 16:14 und 20:17 war der Satzausgleich greifbar nah. Doch die erst kurz vor Spielbeginn angereisten Gäste witterten ihre Chance, gaben nicht auf und kämpften sich wieder heran. Insbesondere der Moerser Block brachte die BR Volleys in der Schlussphase regelmäßig zur Verzweiflung. MVP Steve Keir blieb es vorbehalten, per Angriffsschlag den couragierten Auftritt der „Adler" zum 26:24 Satzerfolg und 3:1 Matchgewinn zu vollenden.

Der Ex-Berliner Janis Smedins, in seiner ersten Saison in Moers, meinte: „Ich denke, für uns ging es um mehr als für Berlin. Denn wir wollten unbedingt den vierten Platz halten und nicht davon abhängig sein, ob Haching am Samstag gegen Bühl vielleicht nicht voll bei der Sache ist. Unser Trainer hat gesagt, habt keine Angst vor Fehlern. Kämpft immer weiter. Das haben wir getan."

BR Volleys Kapitän Jaroslav Skach, sichtbar enttäuscht, bilanzierte: „Auch wenn die beiden letzten Niederlagen keine Auswirkungen auf unsere Ausgangsposition für die Play-offs haben, solche Schwankungen wie heute und in Bestensee dürfen wir uns nicht erlauben. Wir führen im ersten Satz 18:11 und bringen das Ding nicht nach Hause. Dann haben wir Vorsprünge mit drei oder vier Punkten und schenken das wieder leichtfertig her. Da ist es schwer, den Spielfluss wieder zu finden. Ich hoffe nur, dass wir in Hinblick auf die Play-offs die richtigen Lehren daraus ziehen."

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Das letzte BR Volleys Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde endete mit einer großen Enttäuschung. --- © Foto: Eckhard Herfet, Berlin

Das letzte BR Volleys Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde endete mit einer großen Enttäuschung.
© Foto: Eckhard Herfet, Berlin

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