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Niederlage im Spitzenspiel in Bamberg 23.04.2012

Die Albatrosse haben ihr vorletztes Spiel vor den Playoffs in Bamberg am Sonntag mit 90:100 verloren. In einer spektakulären Begegnung fehlte dem Team von Gordon Herbert vor allem in der ersten Halbzeit die letzte Konsequenz in der Verteidigung.

42 Spiele in Beko BBL-Hauptrunde und Playoffs hatten die Bamberg vor der Partie in Folge in ihrer eigenen Halle gewonnen. Nur zu gerne wollte das Team von Gordon Herbert diese Serie endlich beenden. Und viel fehlte dazu in einer vor allem an Offensiv-Highlights reichen Begegnung nicht. 90 Sekunden vor Schluss hatte Bryce Taylor bei fünf Punkten Rückstand (im dritten Viertel waren es sogar schon 18) zwei mal an der Dreierlinie die Chance, das Spiel vielleicht doch noch zu kippen, aber beide Würfe verfehlten ihr Ziel. Im Gegenzug machte Brian Roberts den Bamberger Sieg perfekt.

Ein Bombenspiel in Bamberg macht Derrick Allen, der kämpfte wie ein Löwe und 26 Punkte und 4 Rebounds auflegt. Ebenfalls glänzend aufgelegt war Kyle Weaver mit 19 Zählern und 7 Rebounds. Außerdem zweistellig punkteten Dashaun Wood (15 Punkte, 5 Assists, 3 Rebounds) und Bryce Taylor (12 Punkte, 7 Rebounds). Überragender Bamberger war P.J. Tucker mit 24 Zählern, 8 Rebounds und 4 Assists. ALBA gewann das Reboundduell zwar 35:27 (davon 12 Offensive), leistete sich aber doppelt so viele Ballverluste wie die Gastgeber (14:7).

Da Ulm knapp mit 78:77 gegen Trier gewann, ist ALBA nun wieder auf den dritten Tabellenplatz gerutscht. Bei nur noch einem ausstehenden Spieltag vor den Playoffs müssen die Berliner nun auf eine Niederlage von Ulm gegen Würzburg hoffen und selbst am Samstag (28.4.) zuhause gegen Braunschweig gewinnen, um doch noch Zweiter zu werden. Folgerichtig wird sich auch erst am Samstag entscheiden, mit wem es die Albatrosse in der ersten Playoff-Runde zu tun bekommen.

Stimmen zum Spiel

Chris Fleming (Coach Bamberg):
"Wir hatten großen Respekt vor Berlin. Ich bin zufrieden wie wir das Spiel angegangen sind. Allen und Weaver waren das komplette Spiel sehr präsent. Wir hatten heute ein sehr gutes Passspiel, den Ball besonders gut bewegt. Es war ein gelungenes Comeback nach dem Spiel gegen München. Tibor Pleiß hat heute Abend ein Sonderlob verdient, er hat heute ein großartiges Spiel gezeigt."

Gordon Herbert (Coach ALBA):
"Zunächst einmal Gratulation an Bamberg. Sie haben heute mit mehr Energie gespielt. Gegen diese Mannschaft ist es sehr schwer Basketball zu spielen. Sie führen ihre Systeme hervorragend aus und haben stets die passende Antwort parat. Sie haben heute auch immer den freien Mann gefunden. Sie spielten als Team besser zusammen. Das Positive aus dem heutigen Spiel für uns ist, dass wir in keiner Phase aufgegeben haben. Wir haben heute gegen das beste Team der letzten 3 Spielzeiten gespielt. Bamberg ist einfach der Maßstab der Liga. Das was sie machen und wie sie es umsetzen ist beeindruckend."

Spielverlauf: Die Zuschauer in der ausverkaufen Stechert Arena sahen eine phänomenalen Start. Beide Teams gaben sofort Vollgas und es gelang in der Offensive beinahe alles. 11:11 stand es schon nach wenigen Minuten und es ging munter weiter. Kaum ein Rebound fand sich in der Statistik, denn die Quoten waren unglaublich hoch. Allerdings leisteten sich die Albatrosse ein paar Ballverluste, wodurch Pleiß die Baskets 20:15 in Front brachte. Über Ex-Albatros Jenkins ging Bamberg sogar 28:19 in Führung, doch Weaver und Taylor - ALBAs Aktivste in der ersten Halbzeit - verkürzten bis zur Viertelpause noch auf 23:28.

ALBA kam gut in den zweiten Abschnitt und hatte über Marko Simonovic, der zwei Mal in Folge mit seinem verzögerten Korbleger erfolgreich war, auf 29:31 aufgeschlossen. Doch wieder leisteten sich die Berliner einige Ballverluste - ein Problem, was die Gastgeber besser unter Kontrolle hatten - und geriet schnell wieder in Rückstand. Zwar waren die Hauptstädter im Angriff mit ihren Zügen zum Korb weiterhin recht erfolgreich, doch hinten wurde es den Franken beim Abschluss deutlich zu leicht gemacht. Nach einem 9:0-Run über ihren überragenden Tucker, waren die Baskets schließlich sogar zweistellig davon und nahmen auch ein 52:40 mit in die Halbzeitpause.

Den Auftakt zur zweiten Hälfte verschliefen die Albatrosse. Tucker streute gleich zwei Dreier ein und schon lagen die Berliner 18 Punkte zurück. Doch dann wachte das Team von Gordon Herbert auf, fing an besser zu verteidigen und egalisiert den Fehlstart schnell wieder. Nach einem der seltenen ALBA-Dreier bis dato durch Weaver war ALBAs Rückstand wieder im einstelligen Bereich. Die Berliner provozierten nun mit ihrer aggressiveren Defense auch endlich Ballverluste bei den Franken und waren nach drei Freiwürfen von Heiko Schaffartzik auf 64:68 dran. Aber Bamberg fing sich. ALBA verwarf wieder einige Dreier und die Baskets zogen zum Viertelende auf 75:66 davon.

Auch in den Schlussabschnitt starteten die Hauptstädter unkonzentriert und mit weiteren Turnovern, so dass Gordon Herbert nach einer Minute beim Stand von 66:79 eine Auszeit brauchte. Dann gaben die Albatrosse noch mal alles. Vor allem Derrick Allen mit zahlreichen Hustle-Plays am Brett sorgte dafür, dass Bambergs Vorsprung wieder schmolz. Herbert spielte mittlerweile eine sehr kleine Aufstellung mit Allen auf der Fünf und Simonovic auf der Vier, die sich bezahlt machte. Mit Schnelligkeitsvorteilen erspielte sich ALBA viele gute Wurfpositionen und begann nun auch endlich von außen zu treffen. Der in der ersten Hälfte noch unscheinbare Dashaun Wood trumpfte jetzt auf und hatte großen Anteil dran, dass sein Team drei Minuten vor Schluss wieder auf fünf Zähler dran war. Bamberg nutzte allerdings die Größenvorteile am Korb über Tibor Pleiß und legte immer wieder vor. 90 Sekunden vor Schluss waren die Berliner nochmals auf fünf Zähler dran und Bryce Taylor hatte gleich zweimal die Chance an der Dreierlinie, die Partie noch mal richtig eng zu machen. Doch beide Würfe verfehlten ihr Ziel. Im Gegenzug machte Bambergs Roberts per Dreier den Sack für die Hausherren endgültig zu.

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ALBA wollte die beeindruckende Heimstärke der Bamberger brechen, konnte aber den 43. Heimsieg in Folge nicht verhindern. --- © www.albaberlin.de

ALBA wollte die beeindruckende Heimstärke der Bamberger brechen, konnte aber den 43. Heimsieg in Folge nicht verhindern.
© www.albaberlin.de

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