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Albatrosse überzeugen in Tübingen 16.04.2012
Nach der Niederlage in Ulm haben sich die Albatrosse am Samstag mit einem deutlichen 91:62-Sieg bei den Walter Tigers Tübingen gelungen rehabilitiert. Die heimstarken Schwaben hatten seit drei Monaten nicht mehr daheim verloren.
Tübingen kam in guter Form in die Partie, hatte drei Monate zuhause nicht verloren und auswärts Teams wie Bonn besiegt und in Ulm nur knapp verloren. Am Samstag starteten sie zwar wieder furios und überrumpelten ALBA (ohne die Verletzten Lucca Staiger und Joey Ney) zu Beginn mit ihrer Ganzfeldpresse, aber die Berliner stellten sich nach ein paar Minuten darauf ein. Angeführt von deinem blendend aufgelegten Bryce Taylor (26 Punkte, 5 Rebounds und 3 Assists - Saisonbestleistung) und dank einer immer stabileren Defense übernahmen die Hauptstädter zusehends die Kontrolle. Die Halbzeitführung von 39:30 hätte durchaus höher ausfallen könne, aber ALBA knüpfte mit einem konzentrierten Lauf nach der Kabinenpause an die guten Phasen der ersten Hälfte an und stellte frühzeitig die Weichen auf Auswärtssieg.
Bryce Taylor war mit seinen 26 Punkten, 5 Rebounds und 3 Assists überragender Mann, aber auch weitere seiner Mitspieler waren richtig gut drauf: Dashaun Wood verpasste mit 14 Zählern und 9 Assists haarscharf einen Double Double, was Kyle Weaver hingegen gelang (11 Punkte, 10 Rebounds, 4 Assists). Torin Francis markierte 14 Zähler und 4 Rebounds, Yassin Idbihi kam auf 11 Punkte und 7 Rebounds. Bester Tübinger war Yoshua Adam Young mit 18 Punkten. ALBA traf aus allen Distanzen sehr hochprozentig (48% Dreier, 71% Nahdistanz) und gewann das Reboundduell 36:24.
Spielverlauf: ALBA wurde von Tübingens Ganzfeldpresse auf dem falschen Fuß erwischt und lag nach drei Ballverlusten in Folge gleich 0:7 zurück. Umso stärker erwachten die Albatrosse aber im Anschluss, als sie sich besser auf den Druck eingestellt hatten. Vor allem Bryce Taylor gab mächtig Gas. Er erzielte 11 unbeantwortete Punkte in Serie und Kyle Weaver komplettierte per Layup einen 13:0-Lauf zum 13:7. Tübingen fand über Center Adnan Hodzic zurück in die Spur. Er war am Korb schwer zu stoppen. Als ALBA auch aus der Distanz sicherer wurde (zwei Dreier von Wood) resultierte eine 23:18-Führung zur ersten Viertelpause daraus.
Zwar ging der zweite Abschnitt mit einem Dreier von Schaffartzik gut los, aber dann geriet der Berliner Motor ins Stottern. Die Intensität stieg auf beiden Seiten und die Ballverluste häuften sich. Beim Stand von 22:26 nahm Gordon Herbert ob des verlorenen Fadens eine Auszeit mit Wirkung. Mit viel Einsatz beim Rebound erarbeiteten sich die Albatrosse mehrere zweite Wurfchancen und zogen so langsam aber sicher wieder weg. In der 17. Minute erzielte Francis die erste zweistellig Führung, die Simonovic bis kurz vor der Halbzeit auf 39:26 ausbaute. Doch nachdem sie über vier Minuten keine Punkte mehr erzielt hatten, waren die Gastgeber über Spoden und Campbell in der letzten Minuten gleich noch zwei Mal erfolgreich. Nach einem hart umkämpften zweiten Viertel ging es mit 39:30 in die Kabine.
ALBA kam voll konzentriert zurück aufs Parkett. Wie zuvor wurde weiter sehr stabil verteidigt und vorne nach guter Ballbewegung hochprozentig abgeschlossen. Bryce Taylor netzte den Dreier zum 51:36 ein, doch dann war es vor allem Torin Francis, der unter den Brettern dominierte und in Co-Produktion mit Derrick Allen erstmals die 20-Punkte-Marke durchbrach. Tübingen wirkte schon nicht mehr so, als könnten sie das Spiel noch drehen, was spätestens nach einem 8:0-Run vor der Viertelpause und einem Viertelendstand von 67:43 noch klarer wurde.
Im Schlussviertel war die Partie eigentlich schon entschieden, aber auch eine kurze Schwächephase in der die Gastgeber auf 50:74 verkürzten. gefiel Gordon Herbert nicht und er rief noch mal zur Auszeit. Danach zog sein Team wieder an und war nach dem vierten Dreier von Bryce Taylor schon mit 30 vorne. Am Ende kam auch noch Youngster Sebastian Fülle auf seine ersten Bundesligaminuten.
Die WALTER Tigers Tübingen waren drei Monate zu Hause ungeschlagen, was den deutlichen 91:62-Sieg der Albatrosse noch eindrucksvoller werden lässt.
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