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Eurocup: ALBA unterliegt Vilnius auch zuhause 08.02.2012
Nach der Auswärtsniederlage vor einer Woche haben die Albatrosse am Dienstag auch ihr Rückspiel zuhause gegen die litauische Top-Mannschaft Lietuvos Rytas Vilnius 62:79 verloren. Damit ist das Eurocup-Viertefinale für ALBA nicht mehr erreichbar.
Vor dem Spiel war klar, dass nur ein Sieg ALBA noch im Rennen um das Viertelfinale halten würde. Doch schnell zeigte sich, dass dies gegen die mit europäischen Topstars und Nationalspielern besetzte Mannschaft aus Litauen alles andere als einfach werden würde. Ab Mitte des zweiten Viertels lag Vilnius zweistellig vorn und gab sich ab dann kaum noch eine Blöße. Die Albatrosse gaben zwar nie auf und kamen noch ein paar Mal auf sechs oder sieben Zähler heran. Doch dann agierten sie manchmal zu kopflos oder fanden einfach kein Durchkommen gegen die physische extrem starke Verteidigung der Gäste. Am Ende siegte Vilnius, das wohl die beste Mannschaft war, die in dieser Saison in der o2 World gastierte, verdient, was für das Team von Gordon Herbert mit nun vier Niederlagen aus vier Spielen das vorzeitige Aus im Eurocup bedeutet.
ALBAs Topscorer waren Dashaun Wood und Bryce Taylor mit je 13 Zählern. Wood markierte dazu 4 Assists. Kyle Weaver erzielte 11 Punkte, Marko Simonovic 10. Torin Francis ist nach seiner Pause immer noch längst nicht zurück in alter Form und der verletzte Yassin Idbihi kam weiterhin nicht zum Einsatz. Überragend bei den Gästen präsentierte sich Renaldas Seibutis mit 24 Punkten. Supertalent Jonas Valanciunas kam auf 8 Punkte und 7 Rebounds.
Stimmen zum Spiel
Aleksandar Dzikic (Headcoach Vilnius):
"Offensichtlich ist das ein sehr gutes Resultat für uns. Wir haben ein gutes Spiel und vor allem eine sehr solide Defense abgeliefert. Wichtig war, dass wir ALBA das Fastbreakspiel genommen haben. Da sind sie eines der besten Teams im Wettbewerb. Wir haben unsere Dreier hervorragend getroffen und gute gereboundet - im Großen und Ganzen haben wir das Spiel kontrolliert."
Gordon Herbert (Headcoach ALBA):
"Ich bin enttäuscht. Ich habe heute eine bessere Vorstellung von uns erwartet. Aber ich muss auch Rytas Respekt zollen. Sie haben einfach sehr gut gespielt und uns kontrolliert. Ich finde, letzte Wochen in Litauen haben wir deutlich besser gespielt. Heute haben wir gleich zu Beginn zu leichte Körbe zugelassen. Rytas hat Selbstvertrauen aufgebaut und dann angefangen, seine Dreier zu treffen."
Spielverlauf:
Beide Teams kamen flott in die Partie. Das Spiel glich dem Hinspiel vor einer Woche in Vilnius. ALBA traf viel von außen, die Litauer nutzten ihre Größenvorteile unter dem Korb. Defensiv gelang es den Albatrossen aber einfach zu selten, die Gäste zu stoppen. Seibutis lief aus der Distanz heiß und brachte Rytas 17:13 in Front. Simonovic und Schaffartzik hielten von der Dreierlinie dagegen, aber den Litauern wurden immer noch zu viele einfache Punkte gestattet. Nach zwei Dunkings von Roberts lagen die Berliner 16:23 zurück. In den letzten zwei Minuten steigerten sich die Albatrosse in der Defense und Wood stellte zur Viertelpause noch den 18:23-Anschluss her.
Die Partie wurde im zweiten Viertel intensiver in der Verteidigung, was aber vor allem den Gästen zu Gute kam. ALBA verlor im Angriff Ball um Ball und lag nach vier korblosen Minuten schon 18:30 zurück. Ein Auszeit von Gordon Herbert zeigte daraufhin Wirkung: Fortan häufig in Zonenpresse, kämpften sich die Albatrosse zurück. Heiko Schaffartzik verkürzte bis auf 26:33, aber in einer turbulenten Phase zogen die Litauer wieder davon: Die Schiedsrichter ließen viel Körperkontakt laufen und brachten damit das Publikum gegen sich auf. Seibutis (16 Punkte zur Halbzeit) und Rasic blieben in der aufgeheizten Atmosphäre jedoch ganz cool und hielten sich die Albatrosse mit ihren Dreier vom Leib. Mit einem 31:43-Rückstand musste ALBA in die Halbzeitpause.
Zwar kassierten die Albatrosse zum Auftakt der zweiten 20 Minuten direkt einen Dreier von Roberts, legten dann aber aus engagierter Defense einen 7:0-Lauf zum 38:46 hin. Die Berliner gaben alles, mussten sich aber jeden Punkt sehr schwer erarbeiten. Trotzdem setzte die Berliner sich nun am Brett stärker durch und punkteten von der Freiwurflinie, wo sie in Hälfte eins nicht einmal gestanden hatten. Vilnius hatte jedoch immer, häufig in Person des unglaublich abgezockten Renaldas Seibutis eine Antwort auf die Berliner Aufholjagd. Bis auf sechs Zähler brachte Kyle Weaver sein Team heran, aber drei ärgerliche Turnover zum Ende des Viertels ließen ALBA vor den letzten 10 Minuten wieder 49:60 in Rückstand geraten.
Im vierten Viertel kochte die Stimmung nach einigen strittigen Situationen noch mal richtig hoch. Jeder Angriff der Gäste wurde nun von einem Pfeifkonzert begleitet. ALBA gab Gas in der Defense und hielten Rytas lange ohne Korberfolg, aber leider sprangen nach einem Dreier von Taylor und Freiwürfen von Schaffartzik vorne zu wenig Punkte heraus. Genaugenommen gelang den Albatrosse über vier Minuten kein Korb und als die Litauer schließlich wieder zu treffen begannen, war das Spiel schnell gelaufen und wurde am Ende sogar noch deutlich.
Durch die Niederlage ist das Eurocup-Viertelfinale für ALBA BERLIN nicht mehr zu erreichen
© albaberlin.de





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