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Offizielle Verabschiedung Berliner Olympiateilnehmer 13.07.2012

Bye bye and good luck! Mit einer feierlichen Veranstaltung für 300 geladene Gäste hat der Berliner Sport heute seine Teilnehmer der 30. Olympischen Spiele Richtung London verabschiedet. In der Ullsteinhalle im Axel Springer Verlag wurden die 47 Athletinnen und Athleten - begleitet von allen guten Wünschen - auf die Reise in die britische Metropole geschickt.

Beim größten Sportereignis der Welt sind Berliner vom 27. Juli bis 12. August in 15 von 26 olympischen Sportarten vertreten. Knapp zwei Drittel der Berliner Olympiamannschaft war am Donnerstagabend zu der fröhlichen Verabschiedung anwesend. Darunter auch solche, die bereits olympisches Edelmetall erringen konnten, wie Britta Steffen (zwei Mal Gold im Schwimmen 2008), Patrick Hausding (Silber im Wasserspringen 2008) und Norman Bröckl (Bronze im K4-Rennkajak 2008).

Auch andere Berliner Medaillenkandidaten wie Sabine Lisicki (Tennis), Robert Harting (Diskuswurf) oder Martin Sauer aus dem seit 34 Rennen ungeschlagenen Deutschlandachter ließen sich die Verabschiedung nicht nehmen. Die Beach Volleyballer bilden mit acht Aktiven neben den gleich stark vertretenen Ruderern die größte Gruppe unter den Berlinern, während die Damen-Duos noch aktiv waren, war die Herrn fast vollzählig anwesend. Auch andere Wassersportler wie die starken Rennkanuten und Segler hatten genauso zugesagt wie Bogenschützin Elena Richter.

Die für London nominierte Tischtennisspielerin Irene Ivancan, je zwei Boxer und Radsportler Robert Förstemann sowie die vier Hockeyspieler sind noch in der Vorbereitung unterwegs, wurden schwer vermisst. Insbesondere Hockey-Rekordnationalspielerin Natascha Keller, die im Gespräch ist, an der Spitze der deutschen Olympiamannschaft die Fahne ins Stadion zu tragen. Lena Schöneborn, Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf von Peking 2008, musste ebenso absagen wie Badminton-As Juliane Schenk und der Geher André Höhne, der sich auf seine letzten Olympischen Spiele vorbereitet. Er wird seine Karriere in diesem Jahr beenden.

Nach der Begrüßung durch den Co-Gastgeber und Chefredakteur der Berliner Morgenpost, Carsten Erdmann, versicherte der Britische Botschafter Simon McDonald in einem launigen Vortrag, dass London bereits jetzt für die Spiele bestens vorbereitet ist. Es könne im Prinzip morgen losgehen, so Simon McDonald.

Innen- und Sportsenator Frank Henkel lobte das Olympiateam als Aushängeschild der Sportmetropole Berlin, die als eine der weltweit führenden Sportstädte gilt. Im bundesweiten Vergleich ist der Berliner Olympiastützpunkt, der Anfang Juni dieses Jahres 25-jähriges Bestehen feierte, gemessen an sportlichen Erfolgen der mit Abstand erfolgreichste.

Dr. Harry Bähr, Leiter des Berliner Olympiastützpunktes: „Unsere Berliner Sportlerinnen und Sportler stellen wieder den größten Anteil im 391-köpfigen Aufgebot der deutschen Olympiamannschaft. Etwa zwölf Prozent der deutschen Teilnehmer kommen aus der Hauptstadt. Besonders erfreulich dabei ist, dass wir auch eine unheimlich hohe Qualität im Team haben. Daher reisen wir mit großem Optimismus nach London. 10 Medaillen sind ein realistisches Ziel. Vielleicht werden es sogar zwei oder drei mehr."

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